Gänseblümchen RapSody. feat. Daisy Jam

Endlich finde ich mal wieder Ruhe einen Beitrag zu schreiben. Bei mir ist nämlich gerade mal wieder ganz schön viel los. Das kennt ihr ja sicher auch 🙂

Aber, was sagt ihr zu dem kleinen Wortspiel in der Überschrift? Jam heißt auf englisch Marmelade, Daisy ist nicht nur ein Vorname für die schönen Frauen, sondern heißt auf englisch „Gänseblümchen“. Und „Jam“ ist nicht nur das englische Wort für Marmelade!  Im Hiphop Jargon steht „Jam“ für eine HipHop Party und Musikveranstaltungen heißen heute gerne auf Neudeutsch: „JamSession“. Und meinen Gänseblümchen Rap zu Muttertag, möchte ich auf alle Fälle irgendwann mal noch mal als Rap hören dürfen. Mal sehen, was mir dazu noch einfällt…

Mir würde es schon ganz gut gefallen, dass die ganze Welt hören könnte, dass die kleinen und großen Wunder dieser schönen runden Welt immer direkt vor unserer Nase zu finden sind. Also  @jdammright.com – der Auftrag ist hiermit erteilt :-)!

Auch über Wunder und Holunder habe ich bereits einen sich reimenden Text geschrieben, den poste ich für Euch ein andermal, wenn’s besser passt.

Zurück zum Gänseblümchen: Das ist so ein bezauberndes, leider aber auch ein sehr unbeachtetes Gewächs, und das, obwohl es so voller Energie und Kraft steckt!

Neben vielen anderen vitalen Stoffen verfügt es über einen Vitamin C Gehalt von ca. 87 mg/100 g essbaren Anteils. Zum Vergleich,  in einer Zitrone stecken nur ca. 53 mg in 100 Gramm Zitrone.

Als ich das erfahren hatte, war mir klar, diese Kraft fange ich im Gelee auf. Ab jetzt ernte ich diese wunderbaren Blüten, bevor ich den Rasenmäher über die Wiese schiebe.

Auch in der Geschichte hat das Gänseblümchen seinen Platz. Stellt Euch vor, 1793 wurde unser Gänseblümchen sogar mal ganz offiziell verboten!  Wolf Dieter Storl, berichtet in einem seiner Bücher über Heilkräuter, dass man glaubte, dass das Gänseblümchen ein Abtreibungskraut sei. Obwohl es gar nicht stimmte, sollte es in Deutschland deswegen ausgerottet werden. Woanders habe ich gelesen, das damals die Bauern sogar hohe Strafen zahlen mussten, wenn sie Gänseblümchen auf dem Feld hatten. Naja, oder es war einfach nur eine gute Idee, die Staatskassen zu füllen – werdet mal Gänseblümchen, die einmal auf der Wiese eingezogen sind, wieder los :-))))! Das ist nicht so einfach – denn sie sind wirklich sehr robust. Also lieber essen, und willkommen heißen, als drüber ärgern.

Ich habe Euch ja versprochen, das erste von mir verwendetet Rezept für das Gänseblümchen-Gelee noch zu verraten. Gefunden hab ich das Rezept übrigens bei Chefkoch.de. Mittlerweile habe ich schon ein ganzes Glas verputzt – mir schmeckt dieser Gelee wirklich sehr gut. Schmeckt irgendwie „frühlingsfrisch“ oder noch besser gesagt, nach frischer Frühlingswiese.
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Und hier das erste von mir getestete Rezept:

Zunächst an einem sonnigen Vormittag ca. 500 Gänseblümchen pflücken. Das klingt viel, geht aber eigentlich schneller als man denkt. Selbstverständlich nur von unbehandelten Wiesen, die nicht direkt an einer Strasse liegen, oder stark zum Hunde ausführen genutzt wird.

Zunächst die Blümchen waschen, dann in einen großen Topf geben.

Die weiteren Zutaten:
*2 Zitronenscheiben aus unbehandelten Zitronen
* eine aufgeschnittene Vanilleschote

dazugeben und mit einem Liter Wasser übergießen.
Am besten sollten alle Blüten mit Wasser überdeckt sein.
Dann mit Deckel zugedeckt 24 Stunden an einem kühlen Ort ziehen lassen.
Jetzt wird ein Sieb benötigt, damit das Gänseblümchen-Sud von den Blüten usw. befreit wird.

PS: ich hatte erwartet, dass das Gänseblümchen-Sud bestimmt nicht angenehm riecht – aber ich muss sagen, das Gegenteil war der Fall.

Die aufgefangene Flüssigkeit wird dann einfach mit einem Kilo Gelierzucker 1:1 noch mal ca. 3 Minuten aufgekocht und dann in sauberer Gläser gefüllt.

That’s it  – Guten Appetit.

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Es ist ein Hinweis diesem süssen Blümchen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Habe den Gelee probiert, er ist gut zu verputzen. Danke dafür.

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